ambas sieht neue Dynamik im Retail-Investmentmarkt

Das Unternehmen hat schon jetzt den Transaktionsumsatz des gesamten Vorjahres bestätigt
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Günter Kaufmann, Steffen Hofman; Klaus Mennickheim
Günter Kaufmann, Steffen Hofman; Klaus Mennickheim
© PR

Die ambas Real Estate GmbH, Mainz, hat im laufenden Geschäftsjahr bereits vier großvolumige Handelsimmobilientransaktionen abgeschlossen und damit den Transaktionsumsatz des gesamten Vorjahres eingeholt. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen liegt bei rund 80 Millionen Euro, die Objekte weisen im Schnitt einen Vermietungsstand von 98 Prozent auf. Weitere Objekte mit insgesamt mehr als 200.000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche befinden sich in laufender Vermarktung.

Deals in Deutschland und Südwesteuropa

Zu den abgeschlossenen Transaktionen zählen drei Core-Plus-Objekte im Segment der Shopping Center und Outlet Malls sowie eine Value-Add-Transaktion im Bereich nahversorgungsorientierter Fachmarktzentren. Die vier Abschlüsse umfassen zusammen 105.000 Quadratmeter Mietfläche; für das Gesamtjahr 2025 peilt ambas 110.000 Quadratmeter an. Die Transaktionen verteilen sich auf Deutschland und Südwesteuropa.

Jüngstes Beispiel ist der Verkauf des FORUM ALGARVE im portugiesischen Faro. ambas begleitete Commerz Real dabei als exklusiver Verkaufsberater. Das Transaktionsvolumen betrug rund 130 Millionen Euro.

„Natürlich ist das aktuelle Marktumfeld enorm anspruchsvoll. Aber wir sehen inzwischen wieder deutlich mehr Investoren, die sich konkret mit Zukäufen beschäftigen. Das gilt nicht für jedes Produkt gleichermaßen, und auch die Preisvorstellungen liegen nicht immer sofort zusammen. Jedoch gibt es zunehmende Liquidität im Markt – und wenn Objektprofil, Preisvorstellung und Käufergruppe zusammenpassen, dann klappt das auch!“
—Klaus Mennickheim, Managing Partner bei ambas Real Estate

Aus Sicht von ambas zieht die Assetklasse der Handelsimmobilien wieder in allen Teilsegmenten Investoreninteresse auf sich — nicht nur in einzelnen Nischen. Gleichzeitig unterscheiden sich Käuferkreis, Renditeerwartung und Finanzierungskonditionen je nach Objektprofil erheblich: Ertragsstabile Nahversorgungsobjekte und restrukturierungsbedürftige Warenhäuser sprechen deutlich verschiedene Investorengruppen an. Shopping Center und Outlet Malls ähneln sich dagegen eher in ihrem Finanzierungsprofil.

Käuferstruktur: Internationale Investoren dominieren

Bei großvolumigen Transaktionen in Deutschland trifft ambas derzeit vor allem auf internationale Käufergruppen aus Europa und Nordamerika. Gefragt sind resiliente Cashflow-Objekte mit moderatem Mietwachstumspotenzial sowie im Vergleich zum vorherigen Marktzyklus preiskorrigierte Bestände. 

„Bei den Ticketgrößen beobachten wir die größte Aktivität im Bereich von 25 bis 100 Millionen Euro. Insbesondere opportunistische Investorengruppen mit neu aufgelegten Fondsvehikeln und vorgesehener Zielallokation beschäftigen sich in diesem Segment aber auch mit deutlich größeren Retail-Transaktionen – sowohl mit Einzelobjekten als auch mit Portfolios. Die in den kommenden zwölf Monaten erzielbaren Marktpreise werden hierbei in allen Teilsegmenten des Marktes das weiterhin unsichere Makroumfeld ebenso wie das im Jahresverlauf nochmals gestiegene Zinsniveau reflektieren müssen.“
—Günter Kaufmann, ebenfalls Managing Partner bei ambas

EXPO REAL: Mehr Gespräche über konkrete Deals erwartet

Für die EXPO REAL erwartet ambas reges Gesprächsinteresse. Zinsentwicklung, Finanzierbarkeit und Preisfindung bleiben zentrale Themen, doch rücken konkrete Ankaufsprofile und Objekte wieder stärker in den Vordergrund. 

„Ich glaube, dass man auf der EXPO in diesem Jahr deutlich mehr über konkrete Deals sprechen wird. In den vergangenen beiden Jahren ging es häufig darum, wann der Immobilientransaktionsmarkt als Ganzes überhaupt wieder anspringt. Diese Diskussion hat sich weiterentwickelt. Das heißt nicht, dass plötzlich alles einfach ist. Aber die Bereitschaft, sich mit interessanten Opportunitäten ernsthaft auseinanderzusetzen und Transaktionen tatsächlich umzusetzen, ist wieder größer.“
—Steffen Hofmann, Gründer von ambas