Die ÖBB nehmen die Generalsanierung des Schillerhofs in Angriff.

Historisches Innenstadtensemble wird bis 2030/31 zum Multi-Tenant-Bürohaus entwickelt
Michael Neubauer
Michael Neubauer
Die ÖBB nehmen die Generalsanierung des Schillerhofs in Angriff.
© ÖBB/Leonte
Die ÖBB nehmen die Generalsanierung des Schillerhofs in Angriff.
Claudia Brey, Geschäftsführerin ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, Silvia Angelo, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG Daniela Ammer, Leitung Verwertung der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, Max Rammerstorfer, Leiter Hochbau- und Projektentwicklung extern der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH
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Die ÖBB nehmen die Generalsanierung des Schillerhofs in Angriff.
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Die ÖBB nehmen die Generalsanierung des Schillerhofs in Angriff.
Die ÖBB nehmen die Generalsanierung des Schillerhofs in Angriff.
Die ÖBB nehmen die Generalsanierung des Schillerhofs in Angriff.

Die ÖBB nehmen die Generalsanierung des Schillerhofs in Angriff. Das historische Ensemble an der Elisabethstraße 7–9 im ersten Wiener Bezirk soll ab 2030/31 als Multi-Tenant-Bürohaus am Markt verfügbar sein. Mit rund 22.000 m² vermietbarer Fläche zählt das Projekt zu den bedeutenderen Büroentwicklungen, die derzeit im Wiener Innenstadtbereich vorbereitet werden.

„Ein Haus wie der Schillerhof kommt nicht oft auf den Markt. Die Kombination aus Lage, Substanz und Größe gibt es im ersten Bezirk selten. Wir haben uns bewusst für die Variante mit mehreren Mietern entschieden. Wer hier einzieht, bekommt Räume, die sich nach dem Bedarf richten und nicht umgekehrt.“
— Silvia Angelo, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG

Historisches Ensemble zwischen Staatsoper und Karlsplatz

Der Schillerhof wurde 1870 errichtet und diente bis 2019 als Zentrale der ÖBB. Seither steht das Objekt leer. Die Lage zwischen Staatsoper, Karlsplatz und Schillerpark macht das Ensemble zu einem der exponiertesten Leerstandsobjekte im ersten Bezirk.

„Der Schillerhof ist eine herausragende Adresse dieser Stadt – und er gehört der Bahn. Also entwickeln wir ihn selbst. Wir erhalten ein historisch gewachsenes Gebäude und entwickeln den Bestand für die nächsten Jahrzehnte weiter in ein modernes Bürogebäude. Dafür haben wir uns in den letzten Jahren eine eigene Projektentwicklung aufgebaut, genau für Häuser wie dieses. Der Wert, der am Schillerhof entsteht, bleibt bei der Bahn und arbeitet für die Schiene. Wir heben den Wert selbst, und er bleibt im Konzern.“
— Claudia Brey, ÖBB-Immobilienmanagement

Sanierungsumfang: Drei Häuser, Dachgeschossausbau, Fassadenerhalt

Die Generalsanierung umfasst das gesamte historische Ensemble aus drei Häusern. Geplant sind der Ausbau des Dachgeschosses sowie die Öffnung der kleinteiligen Innenstrukturen, um flexible Grundrisse für unterschiedliche Nutzungskonzepte zu ermöglichen. Die historischen Fassaden und Stiegenhäuser bleiben erhalten. Pro Geschoss stehen rund 3.000 m² zur Verfügung; die Gesamtfläche beläuft sich auf ca. 22.000 m² vermietbare Fläche.

Eigenentwicklung im Rahmen der Immobilienstrategie 2030

Die ÖBB entwickeln das Projekt in Eigenregie und beabsichtigen keinen Verkauf. Das Objekt verbleibt langfristig im ÖBB-Bestand. Dieses Vorgehen entspricht der Immobilienstrategie 2030 des Unternehmens, die auf laufende Erträge aus dem Bestand setzt statt auf Veräußerungserlöse.

Strategiewechsel nach gescheiterter Hotelausschreibung

Ursprünglich verfolgten die ÖBB einen Hotelumbau für den Schillerhof. Die entsprechende Ausschreibung wurde 2022 abgebrochen, nachdem kein wirtschaftlich vertretbares Angebot eingegangen war. Als Hintergrund nennen die ÖBB den Corona-bedingten Einbruch im Tourismus. In der Folge entschied sich das Unternehmen für die Büronutzung.

Die Generalplanung wurde bereits ausgeschrieben. Sanierung und Vermietung sind ab 2030/31 vorgesehen. Damit rückt der Schillerhof in den Planungshorizont jener Büroprojekte, die auf die mittelfristige Nachfrage im Wiener Innenstadtmarkt abzielen.

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