ImmoScout24-Umfrage: Haus oder Wohnung? Wohnrealität in Österreich

In Niederösterreich und Oberösterreich leben zwei Drittel in einem Haus, in Wien 9 von 10 in einer Wohnung. Je größer der Ort, desto weniger Wohn- und Freifläche.
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Einfamilienhaus
Einfamilienhaus
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Im Durchschnitt bewohnen die Österreicher 113 Quadratmeter mit 3,8 Zimmern, wobei Wohnflächen von 70 bis 89 Quadratmeter am weitesten verbreitet sind. Dazu gehört in mehr als 8 von 10 Fällen (86 Prozent) eine Freifläche. Über die Hälfte der Befragten (55 Prozent) leben in Eigentumsimmobilien, 28 Prozent in Mietimmobilien. Doch die tatsächlichen Wohnrealitäten unterscheiden sich je nach Bundesland und Ortsgröße erheblich, wie die Trendstudie von ImmoScout24.at unter 1.000 Befragten zeigt.

Niederösterreich und Oberösterreich besonders haus- und eigentumsstark

Sehr ländlich geprägt zeigen sich Niederösterreich und Oberösterreich. In beiden Bundesländern wohnen jeweils zwei Drittel der Befragten in einem Haus, Gärten sind daher hier keine Seltenheit. Die Wohnform ist klar von Eigentum geprägt (NÖ: 66 Prozent, OÖ 68 Prozent). Öfter besitzt man nur in Tirol (70 Prozent). All das spiegelt sich auch in der bewohnten Fläche wider. Niederösterreich kommt auf eine durchschnittliche Wohnfläche von rund 131 Quadratmetern, Oberösterreich auf rund 129 Quadratmeter. Nur Kärnten mit 132 Quadratmetern liegt etwas darüber.

In der Steiermark, Vorarlberg und Tirol überwiegen die Wohnungen

Doch nicht in allen Bundesländern sind Häuser die Regel. So bewohnen in der Steiermark beinahe zwei Drittel (63 Prozent) eine Wohnung, in Vorarlberg 61 Prozent und in Tirol immerhin knapp mehr als die Hälfte (53 Prozent). Hier sind die Wohnflächen im Schnitt auch etwas kleiner als in Nieder- und Oberösterreich. In Tirol verfügt man über rund 119 Quadratmeter, in der Steiermark liegt man mit 115 Quadratmetern in etwa im Österreichschnitt, in Vorarlberg mit 102 Quadratmetern als einziges Bundesland neben Wien schon darunter.

Wien wohnt kompakt, urban und zur Miete

Wien ist, wenn es um das Wohnen geht, jedenfalls anders. Während österreichweit 45 Prozent in einem Haus und 55 Prozent in einer Wohnung leben, sind Häuser in der Bundeshauptstadt rar gesät. Die Realität ist für 9 von 10 Wiener:innen eine Wohnung. Auch bei der Fläche liegt die Bundeshauptstadt mit rund 75 Quadratmetern klar unter dem Österreichschnitt (113 Quadratmeter). Ebenso deutliche Unterschiede gibt es bei der Wohnform. In Wien leben überdurchschnittlich viele Menschen (44 Prozent vs. 28 Prozent Österreich gesamt) zur Miete, nur 20 Prozent in einer Eigentumsimmobilie (vs. 55 Prozent in Österreich gesamt). Dafür ist der Anteil an Genossenschaftsobjekten (19 Prozent) und Gemeindewohnungen (17 Prozent) höher als in anderen Bundesländern.

Je kleiner der Ort, desto eher Haus im Eigentum

Doch auch wenn man Wien außen vor lässt, zeigen sich deutliche Unterschiede beim Blick auf die Orts- bzw. Stadtgröße. In Gemeinden bis 5.000 Einwohner wohnen 72 Prozent der Befragten in einem Haus und 28 Prozent in einer Wohnung. In größeren Gemeinden mit über 50.000 Einwohner dreht sich das Verhältnis genau um (Haus 28 Prozent, Wohnung 72 Prozent). Ein klares Gefälle zeigt sich auch beim Eigentum. So wohnen in Orten bis 5.000 Einwohnern 72 Prozent in einer Eigentumsimmobilie, in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern sind es 49 Prozent, in Wien im Vergleich 20 Prozent.

Je mehr Einwohner, desto weniger (Frei)Fläche

Auch die Wohnfläche nimmt mit der Ortsgröße deutlich ab. In Gemeinden bis 5.000 Einwohnern liegt sie im Schnitt bei rund 142 Quadratmetern, in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern bei rund 97 Quadratmetern, in Wien bei rund 75 Quadratmetern. Auch Freiflächen werden mit steigender Urbanisierung weniger. Während in Gemeinden bis 20.000 Einwohnern nur vier Prozent keine Freifläche haben, sind es in Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern bereits 16 Prozent, in Wien springt dieser Wert auf 42 Prozent.

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