Umsatz der österreichischen Industrie- und Bauwirt schaft steigt im Juli 2026

Umsatzplus von 4,3 % trotz sinkender Beschäftigung und weniger Arbeitsstunden.
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Umsatz der österreichischen Industrie- und Bauwirt schaft steigt im Juli 2026
© Ingo Hoffmann

Im Juli 2026 erzielten die 81 215 Industrie- und Bauunternehmen in Österreich mit 999 403 unselbständig Beschäftigten (−1,4 %) laut Statistik Austria einen Umsatz von 34,7 Mrd. Euro (+4,3 %). Auch ein weiterer Konjunkturindikator, das Trans portaufkommen österreichischer Unternehmen im weltweiten Straßengüterverkehr, zeigte im 3. Quartal 2026 mit einem Anstieg um 1,6 % nach oben.

„Im Juli 2026 war die Umsatzentwicklung in Industrie und Bau wie schon im Juni positiv, obwohl in diesen beiden Kernbereichen der österreichischen Wirtschaft sowohl die Beschäftigtenzahlen als auch die geleis teten Arbeitsstunden im Vergleich zum Juli 2025 zurückgegangen sind. Die Umsätze der Industrieunterneh men stiegen um 4,6 % auf 28,5 Mrd. Euro. Im Bau legten die Umsätze um 2,7 % auf 6,3 Mrd. Euro zu, auch wenn hier das laufende Jahr 2026 noch leicht im Minus liegt. Eine weitere positive konjunkturelle Entwicklung ist der Anstieg des Transportaufkommens österreichischer Unternehmen im weltweiten Straßengüter verkehr“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Die Umsätze in Industrie- und Bauwirtschaft steigen im Juli 2026 weiter

Den nominellen Daten für Juli 2026 liegen die Ergebnisse von 81 215 Unternehmen des produzierenden Bereichs (Industrie und Bau) zugrunde. Sie erwirtschafteten im Juli 2026 mit 999 403 unselbständig Be schäftigten (−1,4 %) einen Umsatz von 34,7 Mrd. Euro (+4,3 % im Vergleich zu Juli 2025; arbeitstägig berei nigt: +4,9 %).

Der Umsatz in der Industrie lag im Juli 2026 mit 28,5 Mrd. Euro nominell um 4,6 % über dem Niveau vom Juli 2025, der Umsatz im Bau stieg um 2,7 % auf 6,3 Mrd. Euro (siehe Tabelle 1). Sowohl in der Industrie (−1,2 %) als auch im Bau (−1,7 %) war die Beschäftigung rückläufig. Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstun den (−1,5 % bzw. −2,0 %) ging ebenfalls in beiden Bereichen zurück.

Produktionszunahmen in der Industrie im Juli 2026

8 der 10 größten Industriebranchen verzeichneten im Juli 2026 Produktionszunahmen (siehe Tabelle 2) im Vergleich zum Juli 2025. Die größten absoluten Produktionszunahmen erzielte die Metallerzeugung und ̵ be arbeitung (+17,8 % auf 2,3 Mrd. Euro), gefolgt von der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+18,6 % auf 1,6 Mrd. Euro). Gereiht nach der absoluten Produktionsveränderung folgten die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+14,0 % auf 1,5 Mrd. Euro) sowie die Herstellung von Datenverarbeitungs geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+14,6 % auf 1,1 Mrd. Euro). Produktionseinbußen ver zeichneten im Juli 2026 hingegen die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (−2,2 % auf 2,2 Mrd. Euro) sowie der Maschinenbau (−1,2 % auf 2,7 Mrd. Euro).

Straßengüterverkehr österreichischer Unternehmen im 3. Quartal 2026 gestiegen

Das weltweite Transportaufkommen österreichischer Unternehmen im Straßengüterverkehr stieg im 3. Quartal 2026 laut einer ersten Schätzung um 1,6 % auf 94,3 Millionen Tonnen (Mio. t, 3. Quartal 2025: 92,8 Mio. t; siehe Tabelle 3). Multipliziert mit der weltweit zurückgelegten Strecke ergab das eine Trans portleistung von 6,7 Milliarden Tonnenkilometern (Mrd. tkm; +3,9 % im Vergleich zum 3. Quartal 2025). Die Transportleistung auf österreichischem Territorium stieg um 5,5 % auf 4,9 Mrd. tkm, jene außerhalb Öster reichs verringerte sich um 0,3 % auf 1,8 Mrd. tkm. Die Anzahl der beladenen Fahrten verringerte sich um 0,7 % auf 6,8 Mio.

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