Blumen, Pralinen und Kerzenlicht stehen am Valentinstag traditionell für Nähe und Verbundenheit. Genau diese Qualitäten gewinnen auch im Arbeitsalltag zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle repräsentative Umfrage unter deutschen Angestellten mit Büro- und Wissensarbeit, durchgeführt von YouGov im Auftrag des Beratungsunternehmens M.O.O.CON, zeigt: Büro-Liebe ist kein romantisches Schlagwort, sondern ein relevanter Hebel für Produktivität, Zusammenarbeit und Mitarbeiterbindung – auch für österreichische Unternehmen.
„Die Umfrage bestätigt Entwicklungen, die wir auch in Österreich seit Jahren beobachten: Büros funktionieren dann, wenn sie soziale und kollaborative Mehrwerte bieten. Die Herausforderungen sind in beiden Märkten vergleichbar – und damit auch die Schlussfolgerungen für Unternehmen.“—Sabine Zinke, geschäftsführende Gesellschafterin von M.O.O.CON
Soziales Miteinander ist der wichtigste Pull-Faktor
Die aktuelle Umfrage zeigt deutlich, was Mitarbeitende am Büro wirklich schätzen: das soziale Miteinander. Mehr als jeder Zweite der Befragten (53 Prozent) nennt die Präsenz von Kollegen und Teammitgliedern als einen der wichtigsten Gründe, gerne im Büro zu arbeiten. 35 Prozent schätzen Räume für Austausch und spontane Begegnungen, 26 Prozent nennen die Präsenz von Führungskräften als wesentlichen Attraktivitätsfaktor.
Diese Ergebnisse unterstreichen eine zentrale Erkenntnis aus der Arbeitsweltpraxis: Nicht der Arbeitsplatz an sich, sondern Begegnung, Austausch und gelebte Kultur machen das Büro attraktiv. Für Unternehmen bedeutet das: Büroflächen entfalten ihren Wert nur dort, wo sie gezielt soziale Interaktion ermöglichen.
Teamarbeit macht das Büro produktiv
Mit Blick auf die Produktivität im Büro, steht ebenfalls das Miteinander ganz oben auf der Liste. Auf die Frage, bei welcher Tätigkeit die Befragten sich selbst als produktiver im Büro als außerhalb des Büros sehen, steht für 47 Prozent der Befragten die Zusammenarbeit im Team an erster Stelle. Knapp dahinter folgen die Optionen „Lernen und informeller Wissensaustausch“ (43 Prozent) sowie „spontane Abstimmungen“ (40 Prozent).
Gerade diese Aspekte sind für Organisationen erfolgskritisch: Zusammenarbeit, Wissensaustausch und schnelle Entscheidungen lassen sich digital nur begrenzt ersetzen. Das Büro wird damit weniger zum Ort der Einzelarbeit, sondern zunehmend zur Plattform für kollektive Leistung.
Präsenzpflicht wirkt kontraproduktiv
Deutlich wird in der Umfrage auch: Zwang wirkt nicht. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) empfindet eine verpflichtende Büroanwesenheit als Ausdruck von Misstrauen, 48 Prozent fühlen sich dadurch eher demotiviert. Besonders sensibel reagieren jüngere Mitarbeitende: 48 Prozent der unter 35-Jährigen würden bei fehlender Homeoffice-Flexibilität über einen Jobwechsel nachdenken oder einen solchen Job gar nicht erst antreten.
Diese Ergebnisse decken sich mit internationalen Studien, die zeigen, dass Präsenzpflichten weder Produktivität noch wirtschaftliche Performance steigern – wohl aber Motivation und Bindung schwächen.
„Büro-Liebe ist kein romantisches Konzept, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. Die Ergebnisse zeigen sehr klar: Menschen kommen nicht wegen Regeln ins Büro, sondern wegen anderer Menschen. Wer Begegnung, Austausch und Zugehörigkeit ermöglicht, stärkt Motivation, Zusammenarbeit und Innovationskraft – und damit direkt die Leistungsfähigkeit von Organisationen.“—Sabine Zinke
Download Whitepaper zum Thema Büroliebe:https://www.moo-con.com/unser-wissen/blog/whitepaper-bueroliebe/