Facility Service Unternehmen in Österreich erzielen moderates Wachstum

Facility-Service-Unternehmen in Österreich steigern Umsatz um 4,6 Prozent
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger

Nach zwei wachstumsstarken Jahren verzeichnet der österreichische Facility-Service-Markt im Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzplus von 4,6 Prozent. Die 20 führenden Anbieter wachsen mit 4,7 Prozent geringfügig über dem Branchenmittel und erwirtschaften zusammen 2.445,5 Millionen Euro. Sie beschäftigen in Österreich mehr als 38.400 Mitarbeiter:innen. Technische Dienstleister entwickeln sich mit einem Plus von 6,1 Prozent am dynamischsten. Bis 2030 rechnen die Unternehmen mit jährlichen Wachstumsraten zwischen 4,2 und 5,6 Prozent. Das sind zentrale Ergebnisse der Lünendonk-Studie 2026 „Facility Service in Österreich“, die ab sofort kostenfrei unter www.luenendonk.de zum Download bereitsteht.

ISS führt das Ranking auch im Geschäftsjahr 2025 an. Das Wiener Unternehmen wächst um 2,7 Prozent und erzielt einen Umsatz von 362,1 Millionen Euro. Simacek steigt mit 224,3 Millionen Euro (+3,9 %) auf Rang zwei, gefolgt von der CKV Gruppe mit 216,8 Millionen Euro (+6,7 %) auf Platz drei. Sodexo rückt mit einem geschätzten Umsatz von 169,0 Millionen Euro (+5,6 %) auf Position vier vor. Dussmann belegt nach einem Umsatzrückgang von 4,0 Prozent mit 168,0 Millionen Euro Rang fünf.

Strabag Property and Facility Services verzeichnet mit 59,6 Prozent das stärkste Umsatzwachstum im Ranking und verbessert sich von Rang zehn auf Platz sechs. Der Umsatz beläuft sich auf 150,0 Millionen Euro; darin enthalten sind die Erlöse der 2025 übernommenen Lohr Gebäudetechnik GmbH. Equans folgt mit einem geschätzten Umsatz von 125,0 Millionen Euro (+2,5 %) auf Rang sieben, knapp dahinter Attensam mit 124,4 Millionen Euro (+6,8 %) auf Platz acht. Apleona wächst mit 4,1 Prozent auf 120,8 Millionen Euro, fällt jedoch auf Rang neun zurück. Caverion schließt die Top 10 mit 116,7 Millionen Euro ab und verzeichnet dabei einen Rückgang von 4,9 Prozent. Berücksichtigt wurden ausschließlich Umsätze mit Facility Services.

ÖWD fällt trotz eines geschätzten Umsatzplus von 1,8 Prozent auf 115,0 Millionen Euro von Rang sechs auf Platz elf zurück. Markas folgt mit 105,8 Millionen Euro (+13,4 %) auf Rang zwölf, die immOH! Gruppe mit 102,3 Millionen Euro (+15,6 %) auf Rang 13. PKE Facility Management erzielt 81,0 Millionen Euro (+8,0 %), Main Technische Dienstleistung 62,0 Millionen Euro (+8,4 %). Die österreichische Sparte der Wisag belegt mit 47,8 Millionen Euro (+2,6 %) Rang 16, Schmidt folgt mit einem geschätzten Umsatz von 43,0 Millionen Euro (+2,4 %) auf Position 17.

Neu im Ranking ist Vebego: Das Unternehmen mit Sitz in Klagenfurt belegt mit 38,7 Millionen Euro Rang 18 und verzeichnet mit 38,2 Prozent das zweithöchste Umsatzwachstum im gesamten Ranking. Blitzblank Reinigung folgt mit geschätzten 37,0 Millionen Euro (+2,8 %) auf Rang 19. CBRE Global Workplace Solutions Austria schließt die Top 20 mit 35,8 Millionen Euro ab, weist jedoch einen Rückgang von 14,1 Prozent aus.

Digitalisierung verändert Service- und Geschäftsmodelle

Digitale Lösungen prägen die Geschäftsmodelle der Facility-Service-Anbieter zunehmend, der operative Reifegrad variiert jedoch deutlich. Acht Prozent der Studienteilnehmer geben an, bereits mehrheitlich automatisierte und KI-gestützte Prozesse im operativen Service zu nutzen. Rund die Hälfte verfügt über digitale und standardisierte Prozessketten, die noch nicht vollständig integriert sind. 38 Prozent der analysierten Unternehmen haben diesen Integrationsschritt im operativen Service bereits vollzogen.

„Digitale Leistungsangebote entwickeln sich vom Differenzierungsmerkmal zum Standard im Facility Management. Die Geschwindigkeit, mit der neue Technologien und Innovationen den Markt prägen, gibt dem traditionell eher langfristig ausgerichteten Markt eine neue Dynamik. Wollen Unternehmen langfristig erfolgreich bleiben, dann ist Veränderungsbereitschaft notwendiger als je zuvor.“
—Stefan Schubert, Lünendonk-Consultant und Studienautor

Die vollständige Lünendonk-Studie 2026 „Facility Service in Österreich“ sowie die korrespondierende Lünendonk-Liste stehen unter www.luenendonk.de kostenfrei zum Download bereit.

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