Gebäudesanierung: nach dem Lehrgang ist vor dem Lehrgang

Universität für Weiterbildung Krems qualifiziert Fachkräfte für die Modernisierung des Bestands
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Gebäudesanierung: nach dem Lehrgang ist vor dem Lehrgang
© Mandic/AdobeStock

Leistbares Wohnen, Bodenknappheit und die Hitzeextreme des Sommers 2026 rücken den Gebäudebestand ins Zentrum der Branchendebatte. Die Universität für Weiterbildung Krems reagiert darauf mit dem Certificate Program „Gebäudesanierung – Strategien für klimaneutrale Bestandsgebäude“, das am 28. Oktober 2026 in seinen zweiten Durchgang geht. Das Programm verbindet Baupraxis mit Finanzierung, Recht, Baukultur und Kommunikation – und richtet sich explizit an Fachleute, die Sanierungsprojekte planen, beauftragen oder steuern.

Das Certificate Program umfasst vier Module mit insgesamt 24 ECTS-Punkten. Onlinephasen wechseln sich jeweils mit drei geblockten Präsenztagen ab. Vorlesungen, Workshops, Kommunikationsübungen, Wissenschecks und Exkursionen verbinden fachliche Grundlagen mit der Anwendung auf konkrete Sanierungsvorhaben. Vortragende aus Planung, Bau, Immobilienwirtschaft und weiteren Disziplinen bringen Praxiserfahrung direkt in den Unterricht ein.

Inhalte

Inhaltlich führt das Programm von der Analyse des Gebäudebestands und der Festlegung von Sanierungszielen über geeignete Maßnahmen und Methoden bis zu Fragen der Finanzierung und des Rechts. Das abschließende Modul widmet sich der Entwicklung von Sanierungskonzepten sowie Kommunikation und Beteiligung. Die Studienleitung betont dabei einen zentralen Grundsatz: „auch ein technisch und wirtschaftlich überzeugendes Konzept braucht die Mitwirkung jener Menschen, die von seiner Umsetzung betroffen sind.“ Wer Gebäude zukunftsfähig machen will, müsse „Maßnahmen für Energieeffizienz und Klimaschutz mit wirtschaftlichen Möglichkeiten und den Bedürfnissen der Menschen vor Ort in Einklang bringen“, heißt es im Programmkonzept.

Zielgruppe

Das Programm richtet sich an Fachleute aus Planung, Bau, Immobilienwirtschaft, Facility Management und Energieberatung sowie an Personen, die Sanierungsprojekte beauftragen oder steuern. Der erste Durchgang hat laut Studienleitung gezeigt, welchen Wert der persönliche Austausch trägt: Diskussionen zwischen Studierenden und Vortragenden sowie unterschiedliche berufliche Perspektiven fließen in die Weiterentwicklung des Programms ein.

Der nächste Durchgang startet mit einem Online-Kick-off am 28. Oktober 2026. Durch die EU-Förderung im Forschungsprojekt Achieve-ZEB sinkt die Teilnahmegebühr auf 3.500 Euro – gegenüber dem regulären Preis von 6.900 Euro. Unternehmen können darüber hinaus beim FFG den Skills Scheck 2026 beantragen, um die Kosten weiter zu reduzieren.

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