Gewerbe- und Handwerkerparks gewinnen weiter an Bedeutung
„Resilient durch Vielfalt: Mit Gewerbeparks und Gewerbehöfen stabil durch die Krise“.
Im Mittelpunkt standen die Entwicklungen am heimischen Immobilienmarkt sowie die Frage, welche Rahmenbedingungen und Lösungen notwendig sind, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen.
Nach der Begrüßung durch WKO-Vize-Präsidentin Angelika Sery-Froschauer und Vertreter der Immobilien-Plattform Österreich gab Matthias Reith, Seniorökonom bei Raiffeisen Research, in seiner Keynote einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen am österreichischen Immobilienmarkt. Unter anderem stufte er das klassische Einfamilienhaus als Verlierer der letzten Jahre ein.
Anschließend diskutierten die Bautensprecher der Bundesregierung, Paul Stich, Norbert Sieber und Janos Juvan, über die zentralen Herausforderungen der Branche. Auch das Publikum, durchmischt von Experten zum Thema Immobilien – von Bauträgern bis Ziviltechnikern – diskutierte intensiv mit. Einig waren sich alle: Es geht aufwärts, aber der Immobilienmarkt steht massiv unter Druck. Eines dürfe nicht passieren: nichts.
Der österreichische Immobilienmarkt steht seit mehreren Jahren unter Druck. Gleichzeitig stagniert die Neubauproduktion, während die demografische Entwicklung insbesondere in den Ballungszentren einen steigenden Bedarf an Wohnraum erwarten lässt.
Die Immobilien-Plattform Österreich, die sich aus verschiedenen immobilienrelevanten Berufsgruppen zusammensetzt, verfolgt das Ziel, diese Herausforderungen branchenübergreifend zu thematisieren und Ideen für zukunftsfähige Lösungen zu diskutieren. Partner sind der WKO-Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, der WKO-Fachverband der Finanzdienstleister, die Notariatskammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie der ÖVI – der österreichische Verband der Immobilientreuhänder.
„Wir brauchen einen Schulterschluss zwischen Politik, Finanzierer, Aufsicht und Immobilienwirtschaft. Denn eines ist klar: Wenn wir heute nicht bauen, werden wir morgen noch weniger leistbaren Wohnraum haben.“—Roman Oberndorfer - Obmann des Fachverbands Immobilien- und Vermögenstreuhänder
Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands der Finanzdienstleister, findet: „Es ist wichtig, dass es in Bezug auf Finanzierungen privater Immobilien die Möglichkeiten geschaffen werden, langfristig zu finanzieren, um so den Menschen die Chance zu geben Wohneigentum und generationenübergreifend Vermögen zu schaffen – wie es zB in Schweden und in der Schweiz schon möglich ist. Dazu braucht es rechtliche Rahmenbedingungen, die es den Banken ermöglichen solche Kredite in großer Zahl zu vergeben.“
Alexander Winkler, Präsident der Notariatskammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland, appellierte an die Politik: Wichtig sei der Dialog mit Expertinnen und Experten aus der täglichen Praxis und deren Einbeziehung.
Auch der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft engagiert sich nachdrücklich in dieser neu gegründeten Allianz von Stakeholdern der Dienstleister rund um die Immobilie. „Wesentliches Anliegen ist es“, so Georg Flödl, Präsident des ÖVI, „nachhaltige Rechtssicherheit für die Planung, Abwicklung und Bewirtschaftung von Immobilienprojekten zu erreichen.“
Einig waren sich am Dienstagabend alle: Ohne Vertrauen geht nichts – in alle Richtungen.
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