Wohnimmobilien bleiben im Fokus der Kapitalanleger
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Die aktuellen Zahlen von Statistik Austria zeigen eine besorgniserregende Entwicklung am österreichischen Wohnungsmarkt: 2025 wurden lediglich 48.597 neue Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang von 12,3 % gegenüber dem Vorjahr.
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Österreich baut immer weniger Wohnungen – und das bereits zum zweiten Mal in Folge. Laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria wurden im Jahr 2025 österreichweit insgesamt 48.597 neue Wohnungen fertiggestellt. Das entspricht einem Rückgang von 12,3 % gegenüber dem Vorjahr (2024: 55.442 Wohnungen). Besonders stark traf es den Neubau: Dort sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen um ein Fünftel – auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011.
Neubau auf historischem Tiefstand
Von den 48.597 fertiggestellten Wohnungen entstanden 34.217 in neu errichteten Gebäuden – um 20 % weniger als noch im Jahr davor. Damit fiel die Zahl sogar unter den bisherigen Tiefstwert aus dem Jahr 2011, als 36.578 Wohnungen in neuen Gebäuden fertiggestellt worden waren. Die restlichen 14.380 Wohnungen entstanden durch Umbauten und Erweiterungen bestehender Gebäude.
„Im Jahr 2025 war der Wohnungsbau in Österreich zum zweiten Mal in Folge stark rückläufig. Insbesondere die Fertigstellungen im Neubau sind erneut um ein Fünftel zurückgegangen und lagen mit 34.217 neuen Wohnungen 2025 auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2011. Damit folgen die Fertigstellungen zeitversetzt dem Trend bei den Baubewilligungen. Hier sehen wir seit 2021 Rückgänge im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr, weshalb wir auch in den kommenden Jahren mit sinkenden Zahlen bei den Fertigstellungen rechnen müssen.“—Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria
Wien führt, Burgenland bildet das Schlusslicht
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Mit 11.081 fertiggestellten Wohnungen verzeichnete Wien die meisten Fertigstellungen – das entspricht knapp jeder vierten neu gebauten Wohnung in ganz Österreich. Dahinter folgen Oberösterreich mit 9.102 und Niederösterreich mit 7.753 Wohnungen. Zusammen entfiel auf diese drei Bundesländer mehr als die Hälfte aller Fertigstellungen im Land. Am wenigsten wurde im Burgenland (1.971 Wohnungen) und in Kärnten (2.458 Wohnungen) gebaut.
Wohnungsgrößen und Fertigstellungsraten im Vergleich
Die im Jahr 2025 fertiggestellten Wohnungen verfügten österreichweit im Durchschnitt über 5,2 Wohnräume. Dabei hatten 44,1 % der Wohnungen drei bis fünf Räume, weitere 32,6 % sechs oder mehr Räume. Wohnungen mit nur einem Raum machten 4,0 % aus, solche mit zwei Räumen 19,3 %.
Die größten Wohnungen entstanden in Niederösterreich (durchschnittlich 6,6 Räume), Oberösterreich (6,4) und dem Burgenland (6,3). Wien lag mit durchschnittlich 3,0 Räumen pro Wohnung deutlich darunter – was angesichts des städtischen Wohnungsmarkts wenig überrascht. Auch Vorarlberg (4,4) und Kärnten (4,9) blieben unter dem österreichischen Durchschnitt.
Gemessen an der Einwohnerzahl – also wie viele Wohnungen je 1.000 Einwohner fertiggestellt wurden – lagen Tirol (6,6) und das Burgenland (6,5) vorne, gefolgt von Vorarlberg (6,1). Die niedrigsten Werte verzeichneten die Steiermark und Kärnten mit je 4,3 Wohnungen pro 1 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Der österreichische Durchschnitt lag bei 5,3.
Weniger Baugenehmigungen – weniger Neubauten in den kommenden Jahren
Die sinkenden Fertigstellungszahlen kommen nicht überraschend: Sie folgen mit zeitlicher Verzögerung dem Rückgang bei den Baugenehmigungen. Seit 2021 gehen diese gegenüber dem jeweiligen Vorjahr kontinuierlich zurück – besonders stark in den Jahren 2022 (−17,1 %) und 2023 (−30,4 %). Im Jahr 2024 verlangsamte sich der Rückgang etwas (−8,4 %), blieb aber auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2025 sanken die Baugenehmigungen erneut, diesmal um 7,1 %.
Da zwischen Baugenehmigung und Fertigstellung einer Wohnung in der Regel mehrere Jahre liegen, lässt dieser Trend eine klare Schlussfolgerung zu: Auch in den kommenden Jahren dürften die Fertigstellungszahlen weiter sinken.
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